Schuldendeckungsgrad

In der Unternehmensfinanzierung bezeichnet der Schuldendeckungsgrad den Cashflow, der zur Deckung von Tilgungs-, Zins- und Leasingzahlungen zur Verfügung steht. In der Privatfinanzierung ist es die Formel, die Kreditsachbearbeiter verwenden, um die Fähigkeit des Kreditnehmers zur Rückzahlung der Schulden zu bestimmen.

Die grundlegende Formel lautet DSCR = (Jahresüberschuss + Abschreibungen + Zinsaufwand + andere nicht zahlungswirksame und diskretionäre Posten (wie z. B. nicht vertragsgemäße Managementboni)) / (Kapitalrückzahlung + Zinszahlungen + Leasingzahlungen

Beispiel: Frau Sanchez möchte ein Café mit einem Nettobetriebseinkommen von 50.000 € und einem jährlichen Schuldendienst von 25.000 € kaufen. Dies gibt ihr einen Schuldendeckungsgrad von 2, was weit über dem Schuldendeckungsgrad von 1,15-1,35 liegt, den Banken gerne sehen. Wenn die Zahl kleiner als 1 ist, wird sie als negativer Cashflow betrachtet.