Caveat Emptor

Caveat emptor ist eine lateinische Redewendung, die bedeutet, dass sich der Käufer vorsehen soll. Heute wird caveat emptor vor allem im Immobilienrecht bei Immobiliengeschäften nach dem Kaufabschluss verwendet. Nach diesem Grundsatz kann ein Käufer von einem Verkäufer keinen Schadensersatz für Mängel an der Immobilie verlangen, wenn die Immobilie unbrauchbar ist. Die einzige Ausnahme besteht, wenn ein Verkäufer vor dem Verkauf aktiv versucht, Informationen zurückzuhalten oder zu verbergen, was einem Betrug gleichkommt. In den Vereinigten Staaten gibt es heute einen neuen Trend, der neue Häuser betrifft. Sie wird als “Implied Warranty of Fitness” bezeichnet. Sie besagt, dass, wenn ein Verkäufer/Bauer ein Haus an jemanden verkauft, der Käufer die begründete Annahme hat, dass das Haus gebrauchstauglich sein wird. Unter allen anderen Umständen gilt weiterhin caveat emptor. Der Grundsatz caveat venditor, oder lass den Verkäufer sich hüten, legt nahe, dass auch ein Verkäufer bei Transaktionen getäuscht werden kann. Es ermutigt sie dazu, qualitativ hochwertige Produkte herzustellen, um sich vor unvernünftigen Verbrauchern zu schützen.